lehrbienenstand, Fluglochseite
Arbeit am Lehrbienenstand
Schulung am Lehrbienenstand
Kinder am Honigbär

Lehrbienenstand

Im Jahre 2000 hat der Bienenzuchtverein Plattling im Infohaus Isarmündung, Moos, Maxmühle 3 einen Lehrbienenstand eingerichtet. Hier finden zahlreiche Schulungen statt. Bei Führungen erfahren Gruppen und Privatpersonen viel Interessantes über die Bienenzucht und den Honig.

Mehr Informationen erhalten Sie bei den Vorstandsmitgliedern

„Faszinierende Tierchen“

Naturfreunde besuchten Lehrbienenstand im Infohaus

In einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Kreisgruppe Deggendorf des Bund Naturschutz in Bayern e.V. am Lehrbienenstand im Infohaus Isarmündung in Moos-Maxmühle haben Imkerinnen und Imker des Bienenzuchtvereins Plattling Naturfreundinnen und Naturfreunde in die faszinierende Welt der Honigbiene eingeführt. Trotz des regnerischen Wetters waren viele Familien und Erwachsene gekommen, um in die Wunderwelt der Bienen einzutauchen.

Erst habe man die Bienen, dann haben die Bienen einen, beschrieb Rochus Gold, der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Plattling seine eigene Begeisterung für die Bienen, als er die Gäste am Lehrbienenstand begrüßte. Je mehr er über die Bienen lerne, desto faszinierender finde er diese Tierchen.

Die Aufgaben einer Arbeiterin

Weil sie fand, dass man bei einem Blick in eine Bienenvolk mehr sieht, wenn man mehr weiß, zeigte Hanne Summer zunächst in einer Präsentation, welche Aufgaben eine Arbeitsbiene im Laufe ihres kurzen Lebens von fünf bis sechs Wochen übernimmt. Gleich wenn sie geschlupft ist, macht eine junge Arbeiterin erst einmal den Stock sauber, dann reifen ihre Futtersaftdrüsen und sie füttert sie die Königin und die Brut. Ab ihrem 11. Lebenstag etwa beginnt sie zwischen den Schuppen an der Unterseite des Hinterleibs Wachsschüppchen auszuscheiden, sie wird Baubiene. Wenn die Giftdrüse voll entwickelt ist, wird sie Wächterbiene und am Ende des Lebens fliegt sie aus, um Nektar, Pollen und Wasser für das Volk zu sammeln.

Um ein Kilogramm Honig zu erzeugen, müssen die Bienen eines Volkes eine Strecke fliegen, die etwa einmal um die Erde reicht – 40 000 Kilometer. Pollen, den Blütenstaub, sammeln die Bienen nicht nur, um damit die Maden, die sich dann in Bienen verwandeln, zu füttern. Während sie ihr Futter sammeln, übertragen sie den Pollen von den Staubblättern auf die Naben in den Blüten der Pflanzen und von Pflanze zu Pflanze. Vier von Fünf Pflanzen seien auf die Bestäubung durch Wild- und Honigbienen angewiesen, erklärte Summer. Obstbäume und Kulturflanzen, die von Honigbienen bestäubt werden, bringen einen deutlich höheren Ertrag. Der Deutsche Imkerbund beziffert den wirtschaftlichen Mehrwert durch die Honigbienen in Deutschland mit 2 Milliarden Euro pro Jahr.

Bevor Theo Günthner, Ehrenvorsitzender des BZV Plattling und der Leiter des Lehrbienenstands, ein Bienenvolk aufmachte, zeigte Angelika Schwarz, Mitarbeiterin an der Theke des Infohauses den Film “Das Leben ist (k)ein Honigschlecken”. Dank der 3D Technik konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer unmittelbar beobachten, wie die Bienen Nektar, Pollen und Honigtau sammeln und in ihrem Bienenstock zu Honig verarbeiten. Der Film wurde von Bienenzuchtverein Plattling angeschafft und kann im Infohaus während der Öffnungszeiten angeschaut werden.

Honig schleudern

Im Lehrbienenstand erklärte Günthner, welche Geräte ein Imker braucht und er zeigte, wie er Honig erntet. Ganz ohne Schutz konnte er die Kästen öffnen, Waben heraus ziehen und die Bienen abkehren. „Wir haben hier die Carnica Biene“, erklärte er. Seit vielen Jahren vermehren Züchter Völker dieser Bienenrasse aus Kärnten. Bei der Auswahl der Königinnen, legen sie den größten Wert auf Sanftmut. Groß war die Freude der Kinder, dass sie den Honig probieren durften, als er in der durchsichtigen Schleuder aus den Waben rann. Mit Luise Günthner durften sie sich ein Kerze aus einer Mittelwand rollen. Es sei ein sehr interessanter und unterhaltsamer Nachmittag gewesen, und sie haben vieles gelernt, bedankten sich die Gäste zum Abschied.

Neues Raumkonzept

Immer mehr Teilnehmer besuchen die Schulungen im Lehrbienenstand im Infohaus Isarmündung. Damit alle eine gute Sicht zum Referenten und in den Bienenstock haben, haben freiwillige Helfer den Ausstellungsraum umgestaltet.
In einer Fotostrecke von Silvia Menacher-Gold empfängt die Handpuppe Imka die Besucherinnen und Besucher. Sie berichtet, wie sie – unterstützt von ihrem Paten `Sepp- das erste Imkerjahr durchlebt.  Die sprechenden Wände sollen im Laufe des Sommers weiterentwickelt werden.

Acht Stunden haben die fleißigen Helfer an diesem Samstag, geschnitten, geflext, gehämmert und geputzt. Sie haben nicht nur Frühjahrsputz in Schleuderraum und Materiallager gemacht, ein neues Regal angebracht, die Stellwände neu angeordnet und die Informationen einladend und familienfreunndlich gestaltet. Sie haben den Schutz um die Bienenstöcke so umgebaut, dass ein Monitor angebracht werden kann.
Bei Veranstaltungen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zukunft auf einem Bildschirm das Geschehen im Lehrbienenstand mit verfolgen.

Mitarbeiter haben das Schutzgitter vor dem Lehrbienenstand "fernsehtauglich" gemacht.
(Foto: Menacher-Gold)
2. Vorsitzender Josef Hasenöhrl mit seinen Helfern beim Abmessen des Schutzhäuschens.
Mit vielen Helfer*Innen machte Luise Günthner Frühjahrsputz im Lehrbienenstand.
(Foto: Mencher-Gold)
Luise Günthner bei der Reinigung der Ausstellungswände.
Eine gemeinsame Brotzeit in der wärmenden Sonne gab neue Kraft.
(Foto: Menacher-Gold)
Brotzeit am Lehrbienenstad
Imka hat für ihre Bienen 100 Mittelwände eingelötet.
(Foto: Menacher-Gold)

Großes Kino für die Bienen

v.l. Landrat Christian Bernreiter, Otto Kötterl, Vorsitzender des Bezirksverbad Imker Niederbayern, BZV Vorsitzender Theo Günthner, die Filmemacher Verena und Günter Peschke, Infohausleiter Franz Schöllhorn und Karl Bertl, Vorsitzender des Kreisverbands Imker Deggendorf, freuten sich, dass die faszinierende Arbeit eines Bienenvolkes nun im Infohaus in 3D-Qualität zu sehen ist.

3D Film im Infohaus zeigt, wie Bienen Honig machen

„Wenn Du jemanden anlocken willst, dann macht Du es mit süßem Nektar“ hat Landrat Christian Bernreiter am Donnerstagabend im Infohaus Isarmündung in Moos „Dr. Georg Karl-Haus“ festgestellt. Gemeinsam mit Theo Günthner, dem Vorsitzenden des Bienenzuchtvereins Plattling, hat er den Film "Das Leben ist (k)ein Honigschlecken vorgestellt. Dass der 3D-Film in Zukunft im Infohaus Isarmündung gezeigt werden könne, zeige, wie sehr die Bienen dem Landkreis am Herzen liegen und wie gut die Zusammenarbeit mit den Imkern sei.

Fünf Jahre lang haben Günter und Verena Peschke aus Mering bei Augsburg Bienen und Blüten beobachtet und mit einer ausgeklügelten Technik aufgenommen. Der Maschinenbauingenieur hat zwei Kameralinsen im Abstand von 3 Millimetern so montiert, dass Zuschauer, wenn sie den Film dann mit einer 3D-Brille betrachten, gestochen scharfe räumliche Bilder sehen. In seinem Film zeigt er, wie die Bienen Nektar und Honigtau sammeln und im Bienenstock zu Honig verarbeiten. Dabei hat er Raum und Zeit so vergrößert, dass faszinierende Details sichtbar werden: Die Blüte eines Gänseblümchens besteht aus einem ganzen Teppich von Einzelblüten, zwischen denen die Bienen mit ihrem Rüssel den Nektar vom Blütenboden saugen. Der Rüssel einer Biene ist wie ein Saugrohr, in dem die Zunge wie ein Kolben große Mengen von Nektar oder Honig einsaugt. Sehe man genau hin, höre das Staunen gar nicht auf, heißt es in dem Film. Dem gaben die rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer der Premiere recht. Die 20 Minuten, die der Film etwa dauerte, seien im Nu vergangen.

Der Film kann kostenlos zu den üblichen Öffnungszeiten des Infozentrums (Mi - So, 10.00 Uhr - 17.00 Uhr) angesehen werden. 3D-Brillen für Kinder und Erwachsene können an der Theke des Infozentrums entliehen werden.

 

 

Faszination Honigbiene

Auch für die Erwachsenen war es interessant zu sehen, wie Honig gemacht wird
Kinder und ihre Eltern schauen zu, wie Honig Geschleudert wird
Eine Wabe zu entdeckeln braucht Übung und Kraft
Direkt aus der Schleuder schmeckt Honig doch am besten
KInder nachen Honig von Auslauf einer Honigschleuder

 

Familiennachmittag am Lehrbienenstand bot Einblicke in das Leben der Bienen

Faszination Honigbiene: Für Kinder und Erwachsene ist es immer wieder schön, am Lehrbienenstand des Bienenzuchtvereins Plattling im Infohaus Isarmündung in Moos-Maxmühle in die Wunderwelt der Bienen einzutauchen. „Hmm - das riecht schon so gut!“ rief ein Mädchen, streckte ihren Zeigefinger in den bleistiftdicken Strahl aus Honig und leckte ihn langsam ab. Kurz vorher hatte sie zum ersten mal gesehen, wie eine Wabe voller Honig aussieht, wenn die Bienen den Honig als Wintervorrat verdeckelt haben. Wie schwer so eine Wabe ist, und wie die Finger kleben, wenn man sie anfasst. Sie hat vorsichtig mit einer Gabel mit vielen feinen Zinken die kleinen Wachsdeckel, die jede einzelne Zelle verschließen, abgehoben. Luise Günthner vom Bienenzuchtverein Plattling hat ihr geholfen, die süße, klebrige, Fracht in die Honigschleuder mit der Plexiglaswand zu heben. Ein Druck auf den Schalter „rechts“ und das Wabenkarussel begann sich zu drehen und der Honig spritzte an die Wand der Schleuder. So lange wie es vor Weihnachten dauert, bis die Kinder ins Weihnachtszimmer dürfen, dauerte es, bis der Honig an der Wand herunter gelaufen war und durch den Auslasshahn und ein doppeltes Sieb in den Honigeimer floss. Da drängten sich die Kinder um die Honigschleuder, hielten ihre Zeigefinger in den Strahl und schleckten eifrig den Honig.

Es ist schon eine lange Tradition, dass der Bienenzuchtverein Plattling für das Jahresprogramm der Kreisgruppe Deggendorf des Bunds Naturschutz in Bayern e.V. zu einem Nachmittag in die Wunderwelt der Bienen einlädt. Theo Günthner, der Vorsitzende macht dann am Lehrbienenstand ein Bienenvolk auf und zeigt, wie die Bienen in dem Kasten leben und was ein Imker alles willen und können muss. Als Auftakt hat Fachwartin Hanne Summer die Besucher mit Bildern in das Leben in einem Bienenvolk eingeweiht. Sie hat Lebenslauf und Aufgaben der drei Bienenwesen Arbeiterin, Drohne und Königin vorgestellt. Um in die Wabe ein Kilogramm Honig zu füllen müssen die Bienen bis zu 6 Millionen Blüten besuchen. Vier von Fünf der Heimischen Wild- und Kulturpflanzen sind darauf angewiesen, dass Bienen ihre Blüten bestäuben. Der Deutsche Imkerbund schätzt den volkswirtschaftlichen Wert der Bestäubungsleistung in Deutschland auf 2 Milliarden Euro in Jahr.

Die Erwachsenen haben viel neues Wissen rund um die Bienen mit nach Hause genommen. Nicht nur die Kinder waren beeindruckt, wie gut der Honig direkt aus der Schleuder schmeckt, und wie schnell die Hände mit Wasser wieder sauber werden. Die Kinder durften sich eine Kerze aus einer Mittelwand rollen und bekamen als Andenken ein kleines Glas Honig und einen Luftballon geschenkt.